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Kunstausstellung „Zwischen Räumen"

zwischenraumen

Doreen Becker, Christoph Lammert, Katherine Tinteren-Klitzke

Sonntag, 30. August bis Samstag, 12. September 2015
Wollboden der Scheidt'schen Hallen
Ringstraße 51 (Eingang Bachstraße 40) 45219 Essen-Kettwig
Öffnungszeiten MI, DO, FR 17 – 21 Uhr, SA/SO 11 - 18 Uhr und nach Vereinbarung

Eröffnung am Sonntag den 30. August um 11 Uhr
Einführung: Britta Koch, Galeristin und Kunsthistorikerin


Der Wollboden fordert durch seine Geschichte und Architektur vom Künstler eine Auseinandersetzung mit dem Ort als Ausstellungsraum. So stellen sich die drei ausstellenden Künstler, jeder auf unterschiedliche Weise, dem Charakter des Wollbodens.

Bildende Künstlerin Doreen Becker setzt mit ihrer Installation räumliche, strukturelle und thematische Schwerpunkte. Sie zeigt, unter anderem, zwei große, voneinander unabhängige Kuben, unterschiedlich bestückt, die jedoch in Beziehung zueinander diagonal im Raum stehen. Sie sind sowohl Teil der Installation, als auch Rahmen und Aufhängung der darin befindlichen Objekte. Sie beschreiben einen Raum im Raum, gefüllt mit Licht und Leichtigkeit.

Christoph Lammerts großformatige Bilder, abstrakt und intuitiv, haben eine eigene Tiefe, die sowohl durch die Komposition als durch die Farbigkeit erzeugt wird und damit das Thememkomplex Raum, Räume, Zwischenräume, aufgreift.

Im Einklang mit dem Wollboden als ehemaliger textiler Produktionsort hat Katherine Tinteren-Klitzke, bildende Künstlerin und ehemalige Textildesignerin, eigens für die Ausstellung Objekte aus Garn und Stoff gefertigt. Den Stimmungen und Gedanken entsprechend, die sich im Umgang mit dem teilweise aus früheren Generationen geerbten Material ergaben, sind ihre Exponate zu thematischen „Inseln" zusammengetragen.

Durch die Arbeiten der drei Künstler wird der Wollboden als Innenraum neu definiert und anders erfahrbar. Die Ausstellung verleiht dem Wollboden eine zusätzliche Dimension, es werden überraschende Perspektiven geschaffen.

Diese werden bei der Eröffnung am Sonntag, den 30.August um 11 Uhr von den vier Tänzerinnen Michaela Koenen-Welles, Marianne Kupczik, Sarah-Nora Schumacher und Eva Wilmers aufgegriffen und im Tanz neu sichtbar gemacht. Verknüpfungen entstehen durch Bewegung in Raum und Zeit zwischen Zwei- und Dreidimensionalem. Ihre Aufführung wiederholen sie beim Abschluss am 12. September.

BEGLEITPROGRAMM

Sonntag, 30. August, 11 Uhr Eröffnung
Tanzperformance

Sonntag, 6. September 19 Uhr
Gianpiero Piria und Serge Corteyn: „Die Farbe der Vokale" Ein szenisch-literarischer Trip durch die Dichtung des Arthur Rimbaud.

Samstag, 12. September
18 Uhr Abschluss Tanzperformance

GASTKÜNSTLER des Begleitprogramms - Kurzprofile

TANZ
Michaela Koenen-Welles arbeitet als Tanzpädagogin und Choreographin u.a. an der Jugendkunstschule in Wanne-Eickel. Dort entwickelt sie mit Jugendlichen Tanztheaterstücke, zuletzt das Stück "Hinterm Mond", das in den Flottmannhallen aufgeführt wurde.
Sie tanzt wie Eva Wilmers in der Tanztheatergruppe von Gabriela Jüttner und beide sammelten dort gemeinsame Erfahrung in der Performance-Arbeit an unterschiedlichen Orten, wie z.B. auf der Landesgartenschau in Hemer, in Kirchen oder auch im Weitmarer Schlosspark in Bochum.
Marianne Kupczik betanzt Solo oder im Duo mit Michaela architektonisch interessante Räume oder Kunstausstellungen, zuletzt "oben!" in der PelmkeExhibition (Hagen) oder bei "Kunst im Turm" in Lippstadt.
Zusammen mit Sarah-Nora Schumacher, die in Dortmund mit Psychiatrie-Patienten tänzerisch arbeitet, haben sich vier Tanzpädagoginnen zu diesem Projekt zusammen gefunden, um durch ihre tänzerische Präsenz den Wollboden als neuen künstlerischen Raum erfahrbar zu machen.

LESUNG
Gianpiero Piria, Schauspieler und Theaterkünstler, absolvierte seiner Ausbildung u.a. bei Arkadiusz Rayser (Polen), Constanze Roseno (Berlin). Er produzierte zahlreiche Stücke im Bereich des humoristisch-literarischen Musiktheaters. Zu seinen Theaterproduktionen gehören u.a. Kafkas „Bericht für eine Akademie" und das Stück „HerzSchlagWahn" nach Edgar Allen Poe.
Serge Cortejn, Jazzmusiker und Dozent für Gitarre, studierte Musik an der Hochschule der Künste, Arnheim. Er komponiert und improvisiert für Theaterproduktionen und tritt als Musiker bei multimedialen Kunstwerken und Installationen auf.